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Henry Bing: Mona Lisa I (Originalzeichnung) - Henry Bing (1888 - 1965) - 1911. [1271101]
1911 - 1. Mona Lisa I, 1911 Buntstift, Tusche und Deckwei√ü auf Karton. 28 x 37 cm. Ver√∂ffentlicht:¬†Simplicissimus. Jahrgang 16 (1911), Heft 24, Seite 389. Text: Die Franzosen haben mit genialem Scharfsinn erkannt, da√ü nur Deutsche den frechen Raub im Louvre begangen haben konnten. Die Attent√§ter sind Sachsen und haben den Diebstahl auf die denkbar einfachste Weise ver√ľbt. Biografie: Henry Bing (1888 Paris - 1965 Paris). Der franz√∂sische Lithograf, Zeichner und Maler Henry Bing z√§hlt bereits mit 17 Jahren zu den Mitarbeitern der beiden M√ľnchner Zeitschriften Jugend und Simplicissimus. Innerhalb eines Jahrzehnts werden sie fast 900 Werke von ihm ver√∂ffentlichen und seinen Namen weithin bekannt machen. Umso erstaunlicher ist es, dass sich keinerlei Informationen zu Bings k√ľnstlerischer Ausbildung erhalten haben. Ab 1905 lebt Bing in der Kunstmetropole M√ľnchen und findet als Stammgast im Caf√© Stefanie, einem beliebten Treffpunkt moderner literarischer und k√ľnstlerischer Kreise, Anschluss an die Schwabinger Boh√®me. Neben den Einnahmen aus der Publikation seiner Karikaturen in der Jugend und im Simplicissimus lebt er vom Verkauf der Originale. Diesen √ľbernehmen ab 1912 die renommierten Kunsth√§ndler Franz Josef Brakl und Hans Goltz. Der Erste Weltkrieg, den Bing aufgrund seiner franz√∂sischen Staatsb√ľrgerschaft in deutscher Haft verbringt, bereitet seiner freien K√ľnstlerexistenz ein j√§hes Ende. 1920 kehrt er nach Paris zur√ľck und handelt fortan als Galerist mit Werken von Henry Rousseau, Robert Delaunay, Amedeo Modigliani sowie Chaim Soutine. Bings fr√ľhe Beitr√§ge in der Jugend und im Simplicissimus orientieren sich stilistisch und inhaltlich an den Karikaturen √§lterer Kollegen, vor allem denen von Rudolf Wilke. Bald entwickelt er jedoch eine eigene Handschrift und entdeckt die Au√üenseiter der Gesellschaft als Thema. Vagabunden und Bettler, Tagel√∂hner und Fabrikarbeiter, Dienstm√§gde und Marktfrauen, aber auch K√ľnstler, Literaten und Vertreter der Demi-Monde, oft angesiedelt in der Welt der Kaffeeh√§user und Variet√©s, werden zu Bings bevorzugten Motiven. Seine meist auf wenige Figuren reduzierten Szenen bringt er vorzugsweise mit Tusche und Farbstift zu Papier, wobei er die physiognomische Erscheinung der Modelle stark vereinfacht, um den jeweils dahinterstehenden Menschentypus offenzulegen. Hierbei bleibt stets das empathische Auge des K√ľnstlers sp√ľrbar. Denn ungeachtet der satirischen Sto√ürichtung der Darstellung, die in der Jugend und im Simplicissimus durch eine Textpointe zus√§tzlich unterstrichen wird, ist Bing nie verletzend. Vielmehr wirbt er um Verst√§ndnis und Sympathie f√ľr jene, die das Schicksal an den Rand der Gesellschaft gedr√§ngt hat.
      [Bookseller: Kunkel Fine Art]
Last Found On: 2016-11-24           Check availability:      ZVAB    

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