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7 eigenh. Briefe m. Unterschrift. - Rokitansky, Carl Frhr. von, österr. Pathol - 1854. [1219126]
Wien bzw. ohne Ort, 1854-1872 bzw. o. J. Zus. 8 S., Kl.-8° bis Gr.-8°. [An den österr. Chemiker u. Mineralogen Anton Schrötter von Kristelli (1802-1875)]. - Rokitansky gilt neben Josef Škoda und Ferdinand von Hebra als einer der BegrĂŒnder der Zweiten, Neuen Wiener Medizinischen Schule. Durch Rokitansky wurde die experimentelle Pathologie und die Pathologische Anatomie als selbststĂ€ndiges Studienfach an der UniversitĂ€t Wien etabliert. Man ging weg vom philosophisch hin zum wissenschaftlich orientierten Fach; diese und diverse andere Neuerungen machten die Wiener Schule weltberĂŒhmt. --- Der in OlmĂŒtz geborene Anton Schrötter, Sohn eines Apothekers, studierte ab 1822 zunĂ€chst auf Wunsch seines Vaters in Wien Medizin, wechselte dann aber unter dem Einfluss von Friedrich Mohs zu den naturwissenschaftlichen FĂ€chern, speziell der Mineralogie. 1827 erhielt er eine Assistentenstelle fĂŒr Physik und Mathematik an der UniversitĂ€t Wien. 1830 wurde er Professor fĂŒr Physik und Chemie am Technischen Institut Joanneum in Graz. WĂ€hrend eines halbjĂ€hrigen Urlaubs im Jahre 1838 besuchte er chemische Institute in Göttingen, Heidelberg, Frankfurt und Paris. In Gießen machte er sich bei Justus von Liebig mit der organischen Elementaranalyse vertraut. Ab 1843 arbeitete er als Professor fĂŒr technische Chemie am Polytechnischen Institut der UniversitĂ€t Wien und ĂŒbernahm dort 1845 die Professur fĂŒr allgemeine Chemie. Schrötter war neben Baumgartner, Ettingshausen und Haidinger einer der BegrĂŒnder der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien und wurde 1850 ihr GeneralsekretĂ€r. Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina wĂ€hlte Schrötter 1856 zu ihrem Mitglied. Ab 1868 leitete er das österreichische HauptmĂŒnzamt und wurde gleichzeitig zum Ministerialrat ernannt. Er wurde 1874 in den Ruhestand versetzt und eröffnete in seiner Wohnung ein Privatlaboratorium, in dem er Studien ĂŒber Edelmetalle betrieb. 1875 starb er in Wien. Schrötter hat in seinem Leben ca. 60 wissenschaftliche Publikationen verfasst. Ab 1845 beschĂ€ftigte Schrötter sich intensiv mit Phosphor. 1848 gelang ihm der Nachweis der schon von Berzelius geĂ€ußerten Vermutung, dass roter Phosphor eine allotrope Modifikation des weißen Phosphors, nicht aber eine Phosphorverbindung ist. Schrötter wandelte weißen Phosphor durch Erhitzen in roten um, den man zeitweise Schrötterschen Phosphor nannte. Sein Verfahren zur Darstellung desselben revolutionierte die Streichholzindustrie, wo roter Phosphor schon bald als Bestandteil der ReibflĂ€chen genutzt wurde. Er war ein Organisator in Industrie und Wissenschaft sowie Berater bei den Vorbereitungen zur Novara-Expedition und zur Österreich-Ungarischen Nordpolexpedition. - Tlw. Knickspuren bzw. leicht fleckig. - Versand D: 12,00 EUR Rokitansky, Schrötter, Pathologie, Brief, Letter, Lettre, Briefe, Autograph, Autographe, Autographen, Autograf, Autografe, Autografen, Signatur, Signiert, Signed, Signature, Unterschrift, EigenhĂ€ndig, Handschrift, Handschriften, Manuscript, Manuscrit, ALS, A.L.S., LAS, L.A.S.
      [Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
Last Found On: 2016-10-04           Check availability:      buchfreund.de    

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