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Fragmente aus dem Leben der heutigen Welt - FOUQUÉ, CAROLINE DE LA MOTTE - 1820. [1195039]
in der Schlesingerschen Buch- und Musikhandlung, Berlin 1820 - 224 S. Halblederband mit RĂĽckenschild und -vergoldung. Erste Ausgabe (Goedeke VI,133,41). – Etwas stockfleckig, Farbe des Kopfschnitts schmal in den oberen Rand verlaufen. Alter Stempel a.d. Titel. Sehr seltene zeitkritische Schrift der CAROLINE DE LA MOTTE FOUQUÉ (1775 Gut Nennhausen bei Rathenow 1831), Frau von FRIEDRICH FOUQUÉ. „Obwohl als temperamentvoll und dominant bekannt, empfing [sie]. die Anregung zu ihrer literarischen Produktion“ von ihrem Mann. „Gesellschaftliche Position und schriftstellerische Erfolge (.) ermöglichten ihr vielfältige Kontakte zu bedeutenden Vertretern des literar. u. öffentl. Lebens (A.W.SCHLEGEL, KARL U.RAHEL VARNHAGEN, E.T.A.HOFFMANN, EICHENDORFF u.a).“ (Killy). In ihren oft autobiographisch geprägten Romanen entwirft sie „Strategien zur Emanzipation und Lebensbewältigung. Ungeachtet einzelner RĂĽckgriffe auf das triadische Geschichtsmodell . verfestigte sich jedoch ihre Ăśberzeugung von der Notwendigkeit einer autoritären Ordnung ‚göttlicher und weltlicher Dinge‘. Diese Auffassung fĂĽhrte zu einer wohlwollenden Stellungnahme GOETHEs zum Anti-Revolutionsroman Die Magie der Natur (Bln. 1812). Auch ihre ĂĽbrigen Romane . spiegeln ihre ideelle Konzeption und restaurative Ansichten wider.“ (a.a.O.). Nach dem Ende der napoleonischen Besetzung PreuĂźens hatte sie von einem nationalen Neuanfang in diesem Sinne geträumt und schriftstellerisch dafĂĽr gewirkt. Die gesellschaftliche und politische Entwicklung PreuĂźens nach den Befreiungskriegen gestaltete sich allerdings nicht ihren Erwartungen entsprechend. In den vorliegenden Fragmenten . beklagt sie „das Scheitern der nationalen Wiedergeburt, die Verflachung des literarischen Diskurses und die allgemeine Lethargie .“ (a.a.O.), auch wohl das deutlich empfundene Schwinden der eigenen literarischen und gesellschaftlichen Bedeutung: „Man sieht, man duldet mich und gönnt mir Luft und Licht, doch Theil nimmt kein Einziger an mir. GleichgĂĽltig ist das Kommen, Bleiben oder Gehen auf diesem Welttheater, wo jeder seine Rolle fĂĽr sich, ohne Zusammenhang, ohne Bewunderung, wie ohne Tadel spielt. Es kommt mir hier wie in einem Wirthshause vor. In der untern Etage zahlen Sie mit Ihrem Beutel, in der mittlern mit einem kleinen StĂĽckchen Verstande, in der obern mit den tanzenden Beinen.“ (S.36f.). [Attributes: Hard Cover]
      [Bookseller: Antiquariat GĂĽnther Trauzettel]
Last Found On: 2016-09-15           Check availability:      ZVAB    

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