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Lehrbuch des Pandektenrechts. - WINDSCHEID, Bernhard - 1891. [1194742]
Frankfurt am Main, Literarische Anstalt B├╝tten & Loening, 1891. 7., durchgesehene und vermehrte Aufl. 3 Bde. 8vo. (I:) XVI, 763 S.; (II:) X, 846 S.; (III:) VII, 487 S. Zeitgen├Âssische Halblederb├Ąnde mit Buntpapier├╝berzug auf den Buchdeckeln und R├╝ckenvergoldung, etwas beschabt. Letzte von Windscheid selbst bearbeitete Auflage des grossen Pandektenlehrbuches! - Band 1 : Einleitung. Erstes Buch: Von dem Rechte ├╝berhaupt. Zweites Buch: Von den Rechten ├╝berhaupt. Drittes Buch: Das Sachenrecht.; Band 2: Viertes Buch: Recht der Forderungen. F├╝nftes Buch: Das Familien-Recht; Band 3: Sechstes Buch: Erbrecht ├ťber die Bedeutung von Bernhard Windscheid im Rahmen der Pandektenrechtswissenschaft sowie in der Geschichte der Deutschen Rechtswissenschaft gibt es keinen Streit. Windscheid wird zu den bedeutendsten Zivilrechtslehrern Deutschlands ├╝berhaupt gez├Ąhlt. Er steht in einer Reihe mit Jhering und Puchta, ├╝bertroffen in seinem Ansehen nur von Savigny. Sein Pandektenlehrbuch ist jedoch das bedeutendste Zivilrechtslehrbuch, das je ein deutscher Rechtsgelehrter geschrieben hat. Kein anderes Lehrbuch hat so intensiv und beinahe so absolut die deutsche Rechtswissenschaft beherrscht wie das von Windscheid. Die Bedeutung und das Ansehen seines Lehrbuches war umfassend, sowohl die Rechtslehre, der Rechtsunterricht sowie auch die Rechtspraxis orientierten sich bis zum BGB an Windscheid. ├ťber den Rang von Windscheid und sein Pandektenlehrbuch gibt sein Freund Rudolph von Jhering (1818-1892) treffend Auskunft. In seinem Brief vom 18. M├Ąrz 1886 an Bernhard Windscheid selbst bringt er es auf den Punkt, wenn er den Unterschied seines Freundes Windscheid zu den anderen Pandektisten seiner Zeit beschreibt: ?Du repr├Ąsentierst die romanistische Wissenschaft wie kein anderer. Wir anderen repr├Ąsentieren ein St├╝ck derselben oder eine gewisse Richtung innerhalb derselben, die ganze keiner au├čer Dir.\" Bernhard Windscheid hat ein modernes Lehrbuch geschrieben. Es wollte die geltende Zivilrechtsdogmatik insgesamt erfassen, ohne auszuufern, die Kontroversen aufzeigen, ohne an Materialf├╝lle zu ersticken. Diese Aufgabe hat Windscheid meisterlich gel├Âst, oder wie er es selbst formuliert: ? Zugleich habe ich es versucht, Demjenigen, welcher zu practischen oder theoretischen Zwecken eingehendere Untersuchungen zu machen veranla├čt ist, das Material mit einer gewissen Vollst├Ąndigkeit zu ├╝berliefern, bald in ausgef├╝hrterer Darstellung, bald nur in Fingerzeigen.\" In seinem Vorwort sah sich Windscheid in Konkurrenz zu den Lehrb├╝chern von Ludwig ARNDTS (1803-1878) und Georg Friedrich PUCHTA (1798-1846), die er aber bereits mit der Ersten Auflage verdr├Ąngte. Zur Erfassung der ├Ąlteren Literatur verweist Windscheid in seinem Vorwort selbst auf den gro├čen Pandektenkommentar von Christian Friedrich GL├ťCK (1755-1831). Windscheid hat sein gesamtes Gelehrtenleben seinem Pandektenlehrbuch gewidmet. Die stetig folgenden Auflagen zeigen die umfassende Einarbeitung der Weiterentwicklung seines Lehrbuches. Bis zur 7. Auflage arbeitete Windscheid unabl├Ąssig an seinem Opus maximum. Nach seinem Tode erschien die ber├╝hmte vergleichende Darstellung mit dem BGB von Theodor KIPP auf der Grundlage des Windscheidschen Lehrbuches. Eine letzte 9. Auflage erschien 1906 weiterhin in der Bearbeitung von Kipp. 1817: geboren am 26. Juni in D├╝sseldorf 1834: Abitur nach dem Besuch des Gymnasiums in D├╝sseldorf anschlie├čend Rechtsstudium in Berlin, vor allem bei Friedrich Carl von SAVIGNY (1779-1861), danach Wechsel und Abschlu├č des Rechtsstudiums an der Universit├Ąt in Bonn 1837: dort zweite juristische Staatspr├╝fung 1838: Promotion in Bonn am 22. Dezember: \"De valida mulierum intercessione\" 1840: dort auch die Habilitation 1847: Ernennung zum Extraordinarius 1847: Berufung nach Basel als Ordinarius f├╝r R├Âmisches Recht 1852: Wechsel an die Universit├Ąt Greifswald 1856: Beginn der Freundschaft mit Rudolph von Jhering 1857: Annahme eines Rufes an die Universit├Ąt M├╝nchen 1862: Publikation des ersten Bandes seines Pandektenlehrbuches 1840: Publikation des dritten und letzten Bandes seines Pandektenlehrbuches 1871: Wechsel nach Heidelberg als Nachfolger von Vangerow, einem der bedeutendsten Pandektisten seiner Zeit 1874: Annahme eines Rufes nach Leipzig 1880: Unterbrechung seiner Lehrt├Ątigkeit f├╝r drei Jahre wegen der Teilnahme in der Kommission zur Ausarbeitung des Entwurfs eines B├╝rgerlichen Gesetzbuches (BGB) f├╝r das Deutsche Reich, deshalb auch mehrfache Ablehnung eines Rufes nach Berlin Versand D: 2,00 EUR 1.1.1.2. Ad Pandectas, 7.1.3. Pandektenlehrb├╝cher
      [Bookseller: Antiquariat + Verlag Klaus Breinlich]
Last Found On: 2016-09-15           Check availability:      buchfreund.de    

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