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PETRUS DE RAVENNA,

Compendium juris canonici. Arte et industria honesti viri Bacalarii Wolfgangi Monacensis.

      Wittebergae, (Wolfgangus Monacensis). 1504,28.April, . Pars I., II. et III. Klein-Folio. Titel fehlt (?), 83ungezählte Blätter; (II:) Ttlbl., 134gezählte Blätter; III:) 109, (2) gezählte Blätter, teilweise unteres Papierteil verstärkt. 3 Teile in einem zeitgenössischen Holzdeckelband mit blindgeprägtem Schweinslederband auf vier Bünde geheftet mit zwei (fehlenden) Schließen. Sehr schöne Postinkunabel, Initialen mit Rot und Blau ausgemalt. . Petrus Thmais aus Ravenna verließ Greifswald im Frühjahr 1503. Herzog Bogislaw X. übregab ihm 100 Dukaten und schenkte ihm ein Pferd, auch wurde ihm ein Empfehlungsschreiben überreicht für die Sicherheit unterwegs. Als Kurfürst Friedrich von Sachsen von der Reise des berühmten Italieners vernahm, sandte er ihm einen Boten entgegen mit der Bitte, in Wittenberg Station zu machen und dort Vorlesungen abzuhalten. Am 3. Mai 1503 hielt Petrus Ravenna eine Vorlesung mit dem Thema: Über die Gewalt des römischen papstes und des Kaisers. Den Bitten des Fürsten folgend blieb Petrus Ravenna in Wittenbuerg und hielt Vorlesungen. Er lehrte auf der Grundlage seines eigenen Compendium iuris canonici, das parallel in Wittenberg erschien. Im Sommersemester kam die Pest nach Wittenberg und Petrus Ravenna verließ Wittenberg. Danach ging er nach Köln, am 3. Dezember 1506 wurde er an der Universität immatrikuliert. Wiederum bestritt er Vorlsungen auf der Grundlage seines Compendium. Er diktierte und daran schlossen sich Erläuterungen und einige Zusätze an. Petrus Ravenna galt schon in Italien als Wunder an Gedächtnisleistung. Im Alter von 20 Jahren soll er als Student in Padua Probe seiner Gelehrsamkeit negboten habe, er habe die ganze Justinianische Gesetzgebung einschlißelich der Glosse Wort für Wort im Kopf: also Institutionen, Pandekten, Codex und Novellen. Die Probe soll in Anwesenheit von Alexander Tartagnus stattgefunden haben, der sprachlos vor Staunen gewesen sein soll. 1497 hat Herzog Bogislaw X., der auf Rückreise vom Heiligen Grab gewesen war, Petrus Ravenna überredet, mit ihm in den Norden an die Universität Greifswald zu reisen, um der jungen Universität Glanz zu verleihen. Im Winter 1497 verließ er Italien. In Greifswald dozierte er zusammen mit seinem Sohne Vicentius 5 Jahre lang. Am 25. Oktober 1502 seine Tochter Margareta starb, wollte Petrus Ravenna in seine Heimat zurück.

      [Bookseller: VICO Wissenschaftliches Antiquariat und]
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