Reineke Fuchs
Das ist Ein sehr Nützliches / Lust- und Sinn-reiches Büchlein / Darein auf verblümete / jedoch löbliche schreibart / unter den Nahmen deß Löwen / Bähren / Fuchses / Wolfes [et]c. Das Hofe / wie auch aller Stände der Welt Leben und Wesen /so wohl nach ihren Tugenden / als auch insonderheit nach denen darein vorfallenden Lastern / mercklich beschrieben / und gleichsam mit lebendigen Farben bezeichnet wird. Auff das Neüe mit allerhand jetziger Zeit üblichen Reim-arten ... außgezieret ... Und in drey Theile abgetheilet
Rostock, Joachym Wilde 1650. 10 x 16cm, zeitgenösischer Pergamentband, leicht berieben, handschriftl. Rückentitel, Titel rot-schwarz, Titelholzschnitt alt koloriert, 41 Textholzschnitte, zwei alte Besitzeinträge auf Titel, einzelne zarte Anmerkungen alter Hand; 8 Blatt, 1 Bl. Errata altes Epos, bekannt seit vielen Jahrhunderten, nach Erfindung des Buchdrucks zu einem Volksbuch und noch später zu einem Kinderbuch geworden. Reineke (der Fuchs), Braun (der Bär) und Isegrim (der Wolf) sind in dauerndem Wettstreit, wobei der Fuchs immer neue Lügen auftischt und am Ende sogar erreicht, dass ihn der König Nobel (der Löwe) zu seinem Kanzler ernennt. Diese völlig neue Rostocker hochdeutsche Ausgabe stammt von einem anonymen Autor, der den Fuchs in ein barockes Gewand steckte
[Bookseller: Versandantiquariat Am Osning]
|