Ferdinand I., römisch-deutscher König, ab 1558 Kaiser (1503-1564).
Anordnung des vierzigstündigen Gebetes zur Abwendung des Türkenkrieges].
Wien, [Singriener], 7. V. 1537. - Einblattdruck mit Unterschrift im Holzschnittdruck. Qu.-Folio (ca. 474:352 mm). Aufruf des römischen Königs, Erzherzog Ferdinand, zum Gebet gegen die Türkengefahr, veröffentlicht in Form einer Mandatsflugschrift während des Ersten Österreichischen Türkenkriegs. Erst 1529 hatte die Hauptstadt die Erste Wiener Türkenbelagerung überstanden, doch war die Gefahr damit keineswegs abgewendet: 1537 trat Venedig in den Krieg ein; 1552 endlich schlugen die Osmanen die Österreicher bei Palast. Das Königreich Ungarn wurde dreigeteilt, Ferdinand mußte jährlich einen Tribut von 30.000 Dukaten zahlen. - "Wie gross man damals die Gefahr hielt, und neue verheerende Türkenzüge in die österreichischen Lande befürchtete, erhellt aus der Aufforderung König Ferdinand's an alle Unterthanen, durch ein inbrünstiges Gebet die Schrecken und Gräuel eines blutigen Krieges von den ohnehin so oft und schwer heimgesuchten Ländern abzuwenden" (Oberleitner, S. 68). - Faltspuren; einige kl. Randeinrisse und -ausrisse; ein kl. Fehlstelle im Text (alle fachmännisch hinterlegt). Eine zeitgenöss. Unterschrift in der unteren rechten Ecke. Mit einzelnen Abweichungen gedruckt in: Karl Oberleitner, Österreichs Finanzen und Kriegswesen unter Ferdinand I. vom Jahre 1522 bis 1564. Nach den Quellen des k. k. Finanz-Ministerial-Archivs (= Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen XXII. Wien, 1860), S. 151f. (nach dem gedruckten Exemplar im Archiv des k. k. Finanzministeriums). Nicht im VD 16. Nicht bei Mayer. Nicht in der ÖNB.
[Bookseller: Antiquariat INLIBRIS Gilhofer Nfg. GmbH]
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