Resewitz, Friedrich Gabriel (Hrsg.).
Gedanken Vorschläge und Wünsche zur Verbesserung der öffentlichen Erziehung als Materialien zur Pädagogick herausgegeben. 2 Bände mit je 4 Stücken in 1. 2 Bl., 24, 98; 132 S., 2 Bl.; 108 S.; 1 Bl., 96 S., 1 Bl.; 3 Bl., 100; 134 S., 1 Bl.; 127, 116 S., 1 Bl. Pappbd d. Z. (berieben) mit handschriftl. Rückenschild.
Berlin und Stettin, Friedrich Nicolai, 1778-1780. - Äußerst seltene, frühe pädagogische Zeitschrift, im Vorfeld der Französischen Revolution, von der bis 1786 noch 3 weitere Bände erschienen. Friedrich Gabriel Resewitz (1725-1806) verkehrte in Berlin im Kreis von Nicolai und Mendelssohn und wurde als Prediger nach Quedlinburg berufen durch die Äbtissin des Quedlinburger Stifts, Amalie von Preußen, Schwester Friedrichs des Großen. 1771 gründete er eine Realschule für Waisen- und Bürgerkinder, 1775 sollte er als Abt des Klosters Berge und Generalsuperintendent des Bistums Magdeburg im Auftrag des Ministers Zedlitz dort eine Musterschule der Aufklärung entwickeln. "Endlich gewinnt das Licht immer mehr Land . Wie viel und wie stark hat die Freyheit zu denken . in diesem Jahrhundert nicht Gutes erarbeitet: wie viel Aberglauben ist dadurch vertilgt, wie viel Unwissenheit und Barbarey vertrieben" (S. 15 ff). Resewitz' "Gedanken" widerspiegeln seine vielfältigen pädagogischen Initiativen, u. a. über Ehrliebe, Autorität, Gewöhnung, Schulstrafen etc. ? Titel gestempelt und mit Bibliothekssignatur. Nur ein Exemplar im deutschen Auktionshandel seit 1950. ? Ziegler, Gesch. d. Päd., 261. Nicht bei Brüggemann/Ewers (dort nur ein anderes Werk von Resewitz).
[Bookseller: Antiquariat Wolfgang Braecklein]
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