Reformation - Oecolampadius, Johannes.
Ain schoene Epistel an Caspar Hedion, das es zymlich, nutz, vnn gut sey, das die Epistel vnd das Euangelium in dem ampt der Meß, in teütscher sprach, dem volck vorgelesen vnd verkündet wird durch Johannen Diepolt zu Vlm verteütscht.
(Augsburg, Heinrich Steiner, 1522). - 14 nn. Blatt. 18,5 x 14 cm. Geheftet. VD 16, O 387. Kuczynski 2061. Staehelin 67. Erster Druck der ersten deutschen Ausgabe, kenntlich an der Trennung "Epi-stel" statt "Ep-istel". Die "Deutsche Messe" wurde von Martin Luther im Jahre 1526 herausgegeben. Aber auch vorher gab es immer wieder Versuche, die Abendmahlsgottesdienste in deutscher Sprache zu feiern. Der Baseler Reformator Johannes Hussgen, genannt Oecolampadius (1482-1531) war einer der ersten, der in seinem Schreiben an den Straßburger Historiker und Theologen Kaspar Hedio (1494-1552) seine Forderung nach der Messe in Deutsch niederschreibt, wobei ihn der Freund um eine Stellungnahme gebeten hatte: "Sy sagten, du lesest und sagtest allain in teütsch die epistel und das Evangelium. die still meß, wird von dir nit verstanden oder gehört, oder mit kurzten wortten verricht. Darumb bit ich dich durch Christum. das du mich, auff das beidest durch ain Epistel berichtest. [Attributes: Soft Cover]
[Bookseller: Antiquariat Mertens & Pomplun]
|