Männling, Johann Christoph.
Der Europaeische Helicon, Oder Musen-Berg, Das ist Kurtze und deutliche Anweisung Zu der Deutschen Dicht-Kunst. 4 Bl. 176 S. Pergamentbd im Stil d. Z.
Alten Stettin, Dahl, 1704. - Erweiterte Neufassung des Erstlingswerkes (erschienen 1685) unter anderem Titel, ebenso selten wie die Erstausgabe. Männling (1658-1723), in Schlesien geboren, mußte unter dem Druck der Gegenreformation seine Heimat verlassen und lebte bis zu seinem Tod in Stargard in Pommern. Die seinerzeit gerühmten Schuldramen für das Stargarder Groeningianum sind bedauerlicherweise verschollen. Als Kirchenlieddichter erfreute er sich eines bedeutenden Rufes unter den Zeitgenossen, und manchen seiner Lieder blieb ein fester Platz in den Gesangbüchern späterer Jahrhunderte bewahrt" (Dünnhaupt). Als glühender Verehrer Lohensteins hat Männling 1708 eine Sammlung mit Auszügen aus dessen Arminius" herausgegeben, bestimmt für Leser, die den großen Arminium zu erkauffen nicht vermögend" sind. Dieses Handbuch der Poetik, noch in seiner Wittenberger Studienzeit verfaßt, entstand unter unmittelbarem Einfluß von Philipp von Zesen; in dieser Auflage lehnte Männling den Titel an eine Poetik Zesens an. Schönes Exemplar. Dünnhaupt 1.2. Goed. III 272, 9 (ungenau). BST 406. Vgl. Hayn/G. IV 358. Nicht bei Faber du Faur, Jantz, Seebaß u. a.
[Bookseller: Antiquariat Wolfgang Braecklein]
|