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Varro, M(arcus) Terentius.

De lingva latina libri tres, totidem de analogia, cum Michaelis Bentini castigationibus. M. Portii Catonis (Cato, Marcus Porcius "Censorius") Originum Lib. I. Index praeterca duplex, alter graecanicarum, alter latinarum dictionum. Basel, Bartholomaeus W

      - Kl.-8. Schweinsledereinband d. Zt. über Holzdeckeln auf 4 Bünden mit reicher Blindprägung auf beiden Deckeln.I. Bibliotheca Palatina H 1154. VD 16, V 422. - Seltene von Michael Bentinus herausgegebene Ausgabe des Werkes "Über die lateinische Sprache" des größten römischen Gelehrten M. Terentius Varro (116-27 v. Chr.). - Das Buch enthält außerdem noch die Werke "Originum liber I" (Origines) von Marcus Porcius Cato (234-149 v. Chr.) und "De analogia" von Marcus Terentius Varro. - "Der Flame Bentinus (um 1495 - Basel 1527 an der Pest) war ein erstes Mal in Basel 1520/21 als Korrektor bei Johannes Froben tätig, u.a. an der Ausgabe der Adagia des Erasmus von 1520, was zu einem Zerwürfnis führte, und derjenigen der lateinischen Übersetzung der griechischen Grammatik Theodorus Gazas von 1521. Trotz Freundschaft mit Beatus Rhenanus und den Brüdern Amerbach ist er danach nach Flandern zurückgekehrt... er dürfte spätestens Anfang Sommer 1524 nach Basel zurückgekehrt sein und hat hier als Korrektor bei Curio und Cratander gearbeitet, in engem Kontakt auch jetzt nicht mit Erasmus, sondern führenden Vertretern der Reformation" (F. Hieronymus, Griechischer Geist aus Basler Pressen). - II. VD 16, G 3958. Nicht in der BL und bei Adams. Erste Ausgabe. - Von dem schlesischen Pädagogen und Arzt Hieronymus Gürtler von Wildenberg (1464 oder 1465-1558) für den Schulgebrauch bearbeitete Ausgabe der naturwissenschaftlichen Schriften von Aristoteles (384-322). - Das Werk wurde später mit zwei weiteren Teilen zu einer Gesamtpublikation zusammengefaßt ("Totius philosophiae humanae" Basel 1546 u.a.). - Die beiden Holzschnitte zu dem Teil "De Coelo" mit schematischen Darstellungen des antiken Universums (Terra, Aqua, Aer, Ignis) und des Tierkreises. - Wildenberg "studirte seit 1496 in Köln, ward hier zum Baccalaureus und Magister promovirt und folgte wol 1501 einem Rufe als Rector an die Schule der Gregorianer zu Culm in Westpreußen. Schon 1504 scheint er nach Goldberg gegangen zu sein, wo er... eine neue später hochberühmte Particularschule gründete und in längerer erfolgreicher Thätigkeit ausgestaltete. Eine Reihe von Schulbüchern, die er während diesex Zeit für seine Anstalt verfaßte..., legen Zeugniß ab von seinem redlichen Streben nach Vervollkommnung nicht nur der hergebrachten, sehr veralteten Lehrmittel, sondern auch der vom Geiste der neuen Zeit noch wenig berührten Unterrichtsmethode seiner Tage. Trotz dieser starken pädagogischen Interessen bezog W. noch 1511 die Universität Wittenberg, um Medicin zu studiren, ließ sich im folgenden Jahre zum Doctor der Medicin promoviren und siedelte schließlich, nachdem er in beständiger Weiterarbeit an seiner Schule uoch zwei Bücher für dieselbe geschrieben hatte..., im J. 1513 nach Thorn über, wo er von 1515 ab das Stadtphysikat inne hatte und als angesehener Arzt wirkte" (ADB XLII, 499). - III. VD 16, A 3635. BMC, German Books 46. Hieronymus, Griechischer Geist in Basler Pressen Nr. 125: "1529 war bei Pierre Vidoue in Paris (en epiphanestate polei Leuketia) eine kleine Schrift unter dem Namen des Aristoteles erschienen, mit einem griechischen Geleitbrief von Jean Chéradame, Griechischlehrer in Paris, zuletzt als Nachfolger Guillaume Postels am Collège de France: Über die Tugenden und die Laster: eine Liste der Tugenden und Laster, wie sie Aristoteles in der Nachfolge der vier Kardinaltugenden Platos zwar aufgestellt hat die hier vorliegende allerdings ist eine späte systematisierende und stereotypisierende Kompilation seiner entsprechenden Untersuchungen. 1538 ist die kleine Schrift nochmals in Paris griechisch erschienen, mit Widmung von Alexandre Chamaillard an Odet de Coligny, Cardinal de Chatillon, bei Chrétien Wechel. Wenige Monate danach erscheint sie nun in Basel mit einer Übersetzung von Simon Grynaeus, der 1531 die grosse griechische Aristotelesausgabe in Basel betreut hatte... Die Widmung von Chamaillard wird wieder abgedruckt..." - Bei vorliegendem Exemplar wurde die lateinische Interpretation von S. Grynäus (S. 17-40) sowie das Kolophon mit der Druckermarke von Robert Winter auf der Rückseite nicht beigebunden. - Einband etwas braunfleckig, zeitgenoss. Besitzvermerk auf dem vord. Innendeckel und dem ersten Titelblatt, freie Vorsätze fehlen, stellenw. leicht wasserrandig, sehr gut erhaltener interessanter Sammelband mit drei seltenen frühen Schulbüchern in einem dekorativen zeitgenöss. Einband. - Schweinsledereinband d. Zt. über Holzdeckeln auf 4 Bünden mit reicher Blindprägung auf beiden Deckeln.

      [Bookseller: Antiquariat Haufe Lutz]
Last Found On: 2009-08-30          Check current availability from:     booklooker.de


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