Speculum humanae salvationis, deutsch. Das ist der spiegel menschlicher behaltnis. GWM 43005, Hain 14937.
Augsburg, Peter Berger, 6. Februar 1489. Type 1.. Zweispaltiges, 45-zeiliges Original-Inkunabelblatt mit zwei kolorierten Holzschnitten (6,8 x 9,1), einer 4-zeiligen Holzschnittinitiale und zwei 4-zeiligen Lombarden. Blatt im Randbereich fleckig. Kl. Einriss (1,5 cm) und Reste von Papiermontagestreifen, Blattgröße: 20,8 x 29,3 cm. Incunabula text woodcut leaf.. Seltenes Inkunabelblatt "Das XIIII capitel" aus der Druckerei von P. Berger mit den Holzschnitten "Maria Magdalena ward bekert von den sünden umb iren rewen" und "Manasses der juden künig het rewen umb sein sünd in der gefengknus an dem ander buch paralipomenon am XXXIII". Der vollständige Titel dieses Werkes lautet "Das ist der spiegel menschlicher behaltnuß mit den Ewangelien vnd Epistelen durch dz gancz Jar". Üblicherweise wird der Kurztitel "Spiegel menschlicher Behaltnis", oder "Spiegel des menschlichen Heil" oder auch "Heilsspiegel" verwendet. Er ist die deutsche Übersetzung der lateinischen Reimpaare des "Speculum humanae salvationis" in Erzählform (Prosaübersetzung). Der Heilsspiegel entstand im frühen 14. Jahrhundert und war beliebt und weit verbreitet. Anhand von Text und Bild werden einzelne Szenen der Heilsgeschichte dargestellt und gedeutet. Von Peter Berger, dem Augsburger Drucker ist kaum etwas bekannt. Von seinen 10 bekannten Druckerzeugnissen sind lediglich vier Drucke zwischen 1486 und 1489 datiert. Dieses Blatt entstammt dem datierten Druck vom 6. Februar 1489.
[Bookseller: Versandantiquariat Christine Laist]
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