Schenck, Petrus
P. Schenck / Sculptor. Original-Schabkunstblatt aus dem 17. bzw. 18. Jhdt. - Zeigt Kniestück eines barocken Herrn mit Perücke, auf Tafelbild aufgestützt, von Säule und Vorhang hinterfangen. -
- Ca. 25 cm (H) x 18,3 cm (Trägerpapier: Ca 35,5 cm x 23 cm).Unter der Darstellung die Betitelung in holländischer und lateinischer Sprache: Norel die in zyn zeugd heeft Aarde en ze dortoogen, / En't flonkrend heemelligt aanschouwt met kundige oogen. / Wiens vlugge digtpen't Lof van veele Vorsten meld, / Pronkt hier in Swartekonst op't wit papiere veld. / 1. Fectama (?) / Cui de se benemerito, iconem hanc, ut animi gratissimi iucundam tesseram, summo cum obsequio offert / Petrus Schenck, Sculptor. - Schabkunstblatt an den Rändern knapp und zeitweise etwas unegal beschnitten und auf Trägerpapier aufgezogen (dieses etwas fleckig bzw. stfl.) Graphik mit leichtem Abrieb im unteren Bereich der Robe kleine Tintenspritzer im Bereich des Bildrahmens bzw. im Armbereich der Robe im oberen linken Eck leicht knickfaltig. - Petrus Schenck, 1660 bis 1718/19, holländischer Stecher, Schabkünstler und Verleger in Amsterdam. Auf seinem Selbstbildnis unten rechts dürfte er nicht älter als 25 Jahre sein. Stimmt diese Annahme, so müßte man das Schabkunstblatt auf ca. 1685 datieren, also ca. 45 Jahre nach der Erfindung der Schabkunst durch Ludwig von Siegen 1642. - Es dürfte sich hierbei um eine sehr frühe Art der Reklame für Auftragsarbeiten in der Schabkunst handeln.
[Bookseller: Antiquariat Faust2000]
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