Salzburg].
Statuta Provincialia.
- (Augsburg, Erhard Ratdolt, 28. März 1491).Fol. Mit 53 tlw. großen floralen Holzschn.-Initialen. 17 nn. Bll. (ohne das letzte weiße), Mod. Pgmt. unter Verwendung eines mittelalterlichen Pergament-Manuskriptes mit zahlr. Initialen in Rot u. Blau.Erste lateinisch-deutsche Ausgabe der unter Erzbischof Friedrich V. beschlossenen Salzburger Provinzialstatuten. Eine undatierte lateinische Ausgabe war bei Petri in Passau erschienen, ob sie vor der hier vorliegenden gedruckt wurde, ist nicht gesichert. - Der Salzburger Erzbischof Friedrich V. entstammte dem letzten edelfreien Geschlecht Österreichs, das sich nach der Burg Schaunberg bei Efering nannte. Er studierte ab 1459 an der Wiener Universität, war sei 1469 Domherr in Salzburg und wurde 1484 Stadtpfarrer. - Trotz seines Studiums war er jedoch ein ausgesprochen roher und ungebildeter Mann, dem es an fürstlichen Manieren und diplomatischem Geschick vollkommen fehlte [...]. Der dringend notwendigen Reform des Klerus sollte eine Provinzialsynode dienen, die Erzbischof Friedrich V. am 19. Oktober abhielt. Die insgesamt 49 Artikel, die von der Kirchenversammlung beschlossen wurden und vor allem der Verweltlichung des Klerus entgegenwirken sollten, wurden durchwegs aus den Beschlüssen früherer Synoden übernommen. Freilich konte die Wirkung unter einem Erzbischof, der mit seinem Lebenswandel selbst diesen Beschlüssen ganz entschieden zuwiederhandelte, nicht besonders groß sein (Dopsch I/1, 563). - Kl. zeitgen. Eintrag a. Titel u. vereinzelt einige zeitgen. Marginalien. Zu Beginn kl. Wurmspur im weißen Rand. Tlw. schwach gebräunt bzw. (stock-) fleckig, die ersten Bll. min. wasserrandig. - Goff S 753 Copinger 5623 Pellechet 10740 Polain 3597 Sajó-Soltész 3132 Voull. 300 Ohly-Sack 2586 Walsh 633ff. Sheppard 1339 Proctor 1892 BMC II, 385 BSB-Ink., S-550 ISTC is00753000. - Hardcover
[Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
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