Hutten, Ulrich von, Humanist (1488-1523)]. - Frowin von Hutten (Huttens Vetter und Förderer, gest. 1528).
Eigenh. Brief mit U. ("Frowin von Hutten").
- [Landshut (?)], [16. XII.] 1503.1 S. 4to. Mit e. Adresse (Faltbrief).An Graf Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen betr. eines diplomatischen Auftrages, geschrieben am Vorabend des Landshuter Erbfolgekrieges mit Erwähnung der Söldnerwerbung für Herzog Albrecht IV. von Bayern: "[...] ewer gnad haben mir Hans Fuxen halb schreiben laßsen in aller unthertenigkeit hab ich gelesen und wil den jhen schreiben mit den ich solcher bestellung halb geredt hab daß ich mich genzlich vorsehe sie werden ein fyrzehn dag ein beiddungen haben wie wol ich weiß daß etlich von Herzogs Albrechst wegen umb dienst ersucht sein die dann noch auff mein anbringen kein zu sagung gethan haben deß halb gnediger Herr ist an ewer gnad mein underdenig fleißige bit daß ewer gnad gemelten Hans Fuxen sonderlich schreiben lasßen weß hie zu mein meinung ist [...] wollen ewer furstlich gnad mein schreiben gnediglich und baß bedenken [...]". - Zwei Wochen vor diesem Schreiben war Herzog Georg der Reiche von Bayern-Landshut verstorben, um dessen Erbe dann der Landshuter Erbfolgekrieg (1503 bis 05) zwischen Albrecht IV. und Ruprecht von der Pfalz entbrennen sollte dessen Ergebnis war die Vereinigung von Ober- und Niederbayern. - Am 13. Dezember war in Landshut der noch von Georg einberufene Landtag eröffnet worden Wilhelm von Henneberg gehörte zur pfälzischen Kriegspartei, die er auch mit eigenen Truppen unterstützte. - Papierbedingt etwas gebräunt, die Adreßseite mit kleinen Siegel- und Montagespuren, insgesamt sehr wohlerhalten. Von größter Seltenheit.
[Bookseller: Antiquariat Inlibris]
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