Ficino, Marsilio
Das Buch des Lebens. Marsilij Ficini des hochgelerren unnd wol erfarnen Florentiners zu behalten gesundes und langwyriges leben/ Artzney buch. Vom latein erst neu w zu teutsch gemacht/ anderst emendiert und gebessert/ mit vil neu wen unnd nützlichen zusät
o. O. [Straßburg, Gröninger, 1528/ 1531 ?]. - 4. XL Bll. Illustr. Pgm. im Stile der Zeit.Fragment des 16. Jahrhunderts, neu aufgebunden in einer Pergamentseite des 17. Jahrunderts. Es fehlen die Blätter 32, 35 und ab 41 (bis 46/48 ?). Mit zweiundzwanzig Holzschnitten (davon fünf alt-koloriert), 4 Initialen und zwei Vignetten. Vgl. VD 16 B 8725. - Hds. Notizen in Bleitstift a. T., Anstr. in Rötel u. Bleistift im T., kl. Wurmspur, alte Restaurierungen, im Ganzen leichte Gbrsp. - Ficino (1433 - 1499), studierte 1449 bis 1451 Philosophie und Medizin an der Universität Pisa/Florenz. Sein besonderes Interesse galt der platonischen Tradition, die er in einem Lehrbuch "Institutiones in Platonicam disciplinam" (1456) darzustellen versuchte, worauf ihm die Leser rieten zunächst einmal Griechisch zu lernen. Dies setzte er vorallem mit den griechischen Erwerbungen der Medicis aus Konstantinopel um: hierbei in einer Reihe grundlegender Texte der Neuplatoniker. Die Bezeichnung "Platonische Akademie" für Ficinos Freundeskreis ist eine Erfindung des 17. Jahrhunderts, während der Begriff "Akademiker" von Ficino selbst verwendet wurde zur Bezeichnung seiner zahlreichen Schüler von diesen teilten nur relativ wenige seine Begeisterung für Platon und seine Antipathie gegen den zeitgenössischen Aristotelismus. 1473 entschloss sich Ficino Priester zu werden. Hierbei widmete er sich in den nächsten Jahrzehnten weiteren Übersetzungen, Kommentaren neuplatonsicher Philosophen, aber auch theologischer und medizinischer Schriften, die von seinen Ansichten geprägt waren. (Zitat) - Schöner Einband.
[Bookseller: Antiquariat Weinek]
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