Spengler, Lazarus],
Eyn kurtzer außzug/ auß dem Bebstlichen rechten der Decret vnd Decretallen/ Jn den artickeln/ die vngeuerlich Gottes wort vñ Euãgelio gemeß sein/ oder zum wenigsten nicht widerstreben.
[Nürnberg, Jobst Gutknecht] 1530. - Kl.-4° (18 x 15 cm). 40 nicht num. Bl. Titel in Rot und Schwarz, Holzschnitt-Titeleinfassung. Broschur. Gedruckte Randmarginalien z. T. angeschnitten. Alte Anstreichungen und Anmerkungen "Nota" in Bleistift. VD16 S 8234. BL, German Books 747. Kuczynski, 2533 u. 2952. Pegg 3506/07. Einer von vier Drucken im Jahr der Erstausgabe. Lazarus Spengler (1479-1534), Sohn eines Ratsschreibers, studierte seit 1494 Rechtswissenschaft in Leipzig, Abbruch des Studiums nach dem Tod des Vaters, seit 1496 in der Nürnberger Ratskanzlei beschäftigt. Seit 1516 ist er Ratsherr in Nürnberg. Nach seiner »Schutzrede und christliche Antwort eines ehrbaren Liebhabers christlicher Wahrheit« von 1519 wird er 1520 von Eck in die gegen Luther gerichtete Bannbulle aufgenommen. Im Jahre 1521 nimmt er als Vertreter Nürnbergs am Reichstag zu Worms teil. Das Werk erschien anonym und versucht, Irrtümer der katholischen Kirche u.a. aus dem Kirchenrecht zu widerlegen. Das Erscheinen der Schrift verursachte großes Aufsehen. Luther sah sich veranlasst, die Schrift in Wittenberg mit einem eigenen Vorwort herauszugeben (s. Benzing 2774).
[Bookseller: Kunsthaus am Museum]
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