Kärnten.- Ulrich von Weißbriach - Sigmund von Leobenegg.
Verkaufsurkunde des Ulrich von Weißpriach. "Ich Ulreich von weispriach... thuen künt ... zw kauffn gebm... Dem edln Vestn Sigmundtn von Lewbmeck die tzeit pfleger auf mittersaxnburg". Deutsche Urkunde auf Pergament.
O. O., (5. Dezember) 1487.. Ca. 23 x 35 cm. 32 Zeilen. (Faltspuren).. Ulrich zu Weißbriach in Kärnten, Pfleger zu Feldsberg, beurkundet dem Sigmund von Leobenegg, Pfleger zu Sachsenburg, ein Gut zu Pusarnitz verkauft zu haben. Ulrich war Burgpfleger der ehemaligen Burg Feldsberg, die westlich von Pusarnitz (Gemeinde Lurnfeld) bei Spittal an der Drau liegt. Der Vorgängerbau der Burg Feldsberg war die Burgruine Hohenburg. Die Burg Feldsberg war lange Zeit ein Zankapfel in Streitigkeiten der Grafen von Görz mit dem Erzbistum Salzburg. "Dem jeweiligen Burgpfleger oblag bis zum Ende des 16. Jh.s die Gerichtsbarkeit (damals wurde das Gericht nach Sachsenburg verlegt) ... der Friede von Pusarnitz, 1460, wurde hier zwischen Kaiser Friedrich III. und dem Grafen von Görz vorverhandelt" (Clam Martinic, Öst. Burgenlexikon, S. 38). "Die Herren von Leobenegg waren im 14. Jh. Marktrichter und Pfleger zu Gmünd ... Vor 1600 übersiedelte die Familie dann nach Neu-Leobenegg im Lurnfeld" (Clam Martinic S. 59).- "Ich Ulreich von weispriach dy tzeit pfleger auf velsperg Berken mit dem offn prief für mich und all mein erbm un thuen künt aller männikleich die ... hörn oder lesen Daß ich mit guettn wolpedachtn muet un mit guettn willn ... zw thuen Recht redlich und unersprochenlich zw aine stättn / ewign und richtign kauf / keuflichn verkauft und zw kauffn gebm hab Gib auch wissentlich in krafft des priefs Dem edln Vestn Sigmundtn von Lewbmeck die tzeit pfleger auf mittersaxnburg und allen sein erbm ain guet zw Pusernitz gelegn mit aller seiner zwegehörug und pawett yetz der Kurtzhanns und dient järlichn Waitz mutt am Rockn mutt tzwen / Hierß mutt ain / Habern mutt vier ... Hüen funff / Ayer fuftzyk und ist freyes aygn Umb hundert un umb vier reinisth guldn dioe am golt guet un gerecht sein in oberkärnnthn. Der ich von ym zw recht zeit und weil außgericht und bezahlt ... Ich hab in auch daß obgenant guett aufgebm und eyngeantwurt ... als ichs und mein vor vordern Inngehabt und genossn habm Es sey zw veld / zw hauß / zw hof / mit wismad / ärker /Stain / Rain ... Das ich obgenantt Ulrich von weispriach un all mein erbm ... zw dem obgenanttn guet kaynerlay zweSprüch noch gerechtickkait nicht mer habm ... als dan söllichs kauffs freyß un aygnß und Lannds in oberkerndtn recht ist ... Tätt aber ich obgenantt Ulrich von weyspriach oder mein erbm des nicht ... und des der penant Sigmudt von Lewbmeck oder sein erbm ... Da von sol un mag sew ain yeder landesfürst / Herr / hauptman / Vitzdumb / pfleger / Richter oder sy anwaldt, in des gericht oder gepyett unnser hab und guet gelegn ist, habhafft und petzalt machn ... Gib ich obgenantt Ulrich von weyspriach für mich und all mein erbm dem obgenandtn Sigmundtn von Lewbmeyk ... den offen prieff pesiggelt ... hab ich mit fleisß gepettn den Edln un vesstn Sigmundtn von Lind meine liebm Schwager das er auch sein Innsigl zw sambt meine ... an den offen prief gehangn hatt ... so der prief lawtt un innen haltet der gegebm ist am ... vor Sanndt Nicklaß tag Nach Christi unnsers liebm hern gepurdt Viertzehnhundert und darnach yn dem Sibm und achtzigisten Jar".- Verso mit späterer mehrzeil. hs. Anmerkung. Ohne die Siegel von Ulrich von Weißbriach und des Schwagers Sigmund von (Kleblach)-Lind. In den Faltspuren gering gebräunt u. angestaubt. Rückseite stärker tls. stärker gebräunt u. angestaubt.
[Bookseller: Antiquariat Meindl & Sulzmann OEG]
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