Fulgentius / Johannes Maxentius
Opera Fulgentii. in vetustissimo codice conscripta, nuper apud Germanos inventa. castigatissime impressa. Item opera Maxentii. in eodem codice reperta.
Köln, Alopecius (Fuchs), 1526. - 8°. 4 Bll., 413 SS.; 3 Bll., 138 SS., mit 2 Holzschnitt-Titelbordüre von Anton Woensam von Worms Blindgeprägtes Kalbsleder d. Zt. auf Holzdeckeln mit Schließen VD 16, F 3356; Merlo, Woensam 427/430 u. 436. Zweite Ausgabe der bedeutenden Humanistenausgabe der Werke von Fulgentius und Johannes Maxentius, herausgegeben und mit Vorworten von Johannes Cochlaeus und Willibald Pirckheimer; erschien erstmals 1520 in Hagenau. Der Kirchenschriftsteller Fulgentius (um 467-533) war Bischof von Ruspe in Nordafrika und stand in der Tradition des Augustinus. Johannes Maxentius (6. Jh.) ist einer der gelehrten "skythischen Mönche", die in Diskussionen um den Pelagianismus eingriffen. Beider Texte waren in einem Codex gemeinsam überliefert. - Eleganter Kölner Druck mit figürlichen Bordüren und grossen Holzschnitt-Initialen, teils mit Portraits, Hunden etc. Die Spiegel sind hier mit einer Pergamenthandschrift des 14. Jahrhunderts bezogen (Fragmente eines theologischen Traktates). Auf dem Einband attraktive Deckelblindprägung mit Rauten, flammenden Herzen, verschiedenen Rundstempeln mit stilisierten Blüten und Rollenstempeln. - Erster Titel etwas verschmutzt, sonst nur vereinzelt fleckig, wenige alte Anstreichnungen, meist sauber. Rücken und Schliessen stilvoll und unauffällig erneuert. Schönes Exemplar.
[Bookseller: Antiquariat Thomas Rezek]
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