Biel, Gabriel
Sacri canonis misse tam mystica quam litteralis expositio iamiam summa cum diligentia iterum atque iterum revisa & correcta.
Basel, Jacob Wolff aus Pforzheim, 1510. - Fol. (circa 29,5 x 21 cm). CCLXIX (recte 268) num. Bll., 13 Bll. Blindgeprägtes Halbschweinsleder d. Zt. auf schweren Holzdeckeln mit Schließen VD16 B 5382; Adams B 2013. Elegante Postinkunabel mit der "Canonis missae expositio", der Erläuterung des Messkanons von Gabriel Biel (circa 1415-1495), der Mitbegründer und Professor für Philosophie an der Universität Tübingen war. Er wurde oft als der letzte Scholastiker" bezeichnet. Mit seiner systematische Lehre des Nominalismus Ockhams übte er grossen Einfluss auf Luther und Melanchthon aus. Luthers Lehrer Bartholomäus Arnoldi von Usingen war Schüler Biels gewesen und Luther selbst bemerkt im Jahr 1538, dass er gerade dem hier vorliegenden Werke viel zu verdanken habe. - Kaum gebräunt. Kleine Wurmlöchern, nur zu Beginn und am Ende mit kleinen Wurmspuren, die wenige Buchstaben treffen. Einband ebenfalls mit Wurmlöchern, jedoch sehr dekorativ und mit intakten Schliessen.
[Bookseller: Antiquariat Thomas Rezek]
|