(Jacobus de Voragine):
Leben der Heiligen: Winterteil (Legenda aurea, deutsch): "sant prisca" (GW M11369).
Augsburg, Johann Schönsperger, 10. Januar 1485. Type 1.. Einspaltiges, 33-zeiliges Original-Inkunabelblatt mit einem kolorierten Holzschnitt (6,2 x 8,2 cm). Im Randbereich Reste von 3 Papiermontagestreifen. Blattgröße: 18,8 x 27,6 cm. Incunabula text woodcut leaf.. Sauberer Druck auf festem Papier. Der Holzschnitt zeigt die Heilige Jungfrau Sankt Prisca. Der italienische Prediger und Schriftsteller Jacobus de Voragine (Viraggio) aus dem heutigen Varazze bei Genua lebte von 1230 - 1298. Der Dominikaner Jacobus de Voragine fügte aus der Bibel, den Apokryphen, verschiedenen Akten sowie überlieferten Geschichten, die Lebensgeschichten der Heiligen zur Legenda Aurea. Das Werk in volkstümlicher lateinischer Sprache geschrieben, wurde zum populärsten religiösen Volksbuch des Mittelalter. Die deutschen Übersetzungen der Legenda Aurea wurden das Leben der Heiligen oder Der Heiligen Leben genannt. Zahlreiche Anzeichen deuten heute darauf hin, dass zwischen 1384 und 1421 im Umkreis des Dominikanerordens in Nürnberg eine neue Kompilationen der Heiligenlegenden entstand, die unter Einbeziehung der Legenda aurea, stärker auf den deutschsprachigen Glaubensraum bezogen waren. So wurden in diesem Legendar Bonifazius, Gallus, Kilian oder Magnus von Füssen aufgenommen. Dieser deutsche Legendar übertraf in seiner Verbreitung die Leganda Aurea. (Becker; Overgaauw: Aderlass + Seelentrost 2003, 219) Ein reines Textblatt mit Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Standarte kann für 70,- Euro erworben werden.
[Bookseller: Versandantiquariat Christine Laist]
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