Gregor Reisch:
Margarita Philosophica: Liber X. Tractatus II. De Potentiis Animae Sensitivae: De organo visus & maturo oculi qui ex septem tunicio & q(ua)ttuor humoribus integrat cap. Ix.
Freiburg, Johann Schott, citra festum Margarethe 1503.. Einspaltiges O-Postinkunabelblatt (one leaf) mit einer 3-zeiligen roten Lombarden und einem ganzseitigen Holzschnitt (14 x 9 cm). Blatt etwas gebräunt und mit drei kl. Einrissen im Rand. Blattgröße: 15 x 20 cm. Erstausgabe dieser ältesten gedruckten Enzyklopädie.. Das Blatt zeigt auf einer Seite die Bereiche des Auges in zwei Holzschnitten, die von weiteren Druckern in den Ausgaben 1508 (Schott in Basel, Grüninger in Strassburg) und 1515 (Grüniger in Strassburg) wiederverwendet wurden. Gregor Reisch (1467 - 1525), der Verfasser, war Kartäuserpater (Prior in Freiburg im Breisgau), Gelehrter und Beichtvater von Kaiser Maximilian I. Die "Margarita" war sein Lebenswerk und erlebte von 1503 an rund ein Dutzend Auflagen. Über hundert Jahre lang zählte sie zu den "libri admissi", zu den vorgeschriebenen Lehrbüchern an den hohen Schulen Deutschlands. Das enzyklopädisch angelegte Werk gliedert sich in zwölf Bücher und umfasst die Sieben freien Künste sowie Naturphilosophie, Naturkunde, Physiologie, Psychologie und Ethik.Das Werk enthält als Universitas literarum das gesamte menschliche Wissen des späten Mittelalters. Das Werk wurde das am weitesten verbreitete Lehrbuch der Philosophie und des enzyklopädischen Wissens für das Studium der Artes Liberales und sollte es auch für mehr als 100 Jahre bleiben. Die Margarita philosophica gilt als die älteste gedruckte Enzyklopädie. Der Drucker Schott war ein Schüler von Reisch. 1504 erscheint eine zweite Auflage ebenfalls bei Schott in Freiburg. The Margarita Philosophica, was well known and widely read. It was the first printed encyclopedia of science and was a very influential book of the early Renaissance period for more than 100 years. The book was edited by Gregor Reisch, (1467-1525) a Carthusian monk and prior of the monastery at Freiburg. Reisch was also confessor to the Emperor Maximilian I.
[Bookseller: Versandantiquariat Christine Laist]
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