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MORITZ HERZOG VON SACHSEN.

Warhafftiger bericht, welcher gestalt sich Hertzog Heinrichs (des Jüngeren) von Braunschweigk und seines sones Hertzog Carln (Victor) Ergebunge, in dem nechstvorschinen fünffundvierzigsten jar zugetragen, wider die unwarhafftigen Leute, welche zu unserm und anderer unglimpffe einen andern selbst ertichten, unerfintlichen und unwarhafftigen bericht, aussbreiten. (Am Ende:) .

      Leipzig, gedruckt bey Valtin Bapst, (1546). Kl.-4to. 18 Bl. m. 1 Titelvignette (Wappen des Herzogtums Sachsen von einem Lorbeerkranz mit Bändern umgeben) in Holzschnitt. Hldrbd des späten 19. Jhdts (alter Besitzvermerk u. 2 Monogrammstempel Ernst Augusts von Hannover auf dem Titel, Titel am Kopf unterlegt, Ober- u. Unterkanten m. meist schwacher Feuchtigkeisspur, durchgehend mäßig braunfleckig). (WR 10-197) Heinrich der Jüngere, Herzog von Braunschweig, war in seinen Anfangsjahren ein Gegner der Reformation, ein wilder, gewalttätiger Herrscher, den Luther als "Hans Worst" verspottete. Er hatte sich der "Katholischen Union" gegen den lutherischen "Schmalkaldischen Bund" angeschlossen. Als aber der Kurfürst Moritz von Sachsen (albertinische Linie), der Landgraf von Hessen und die Städte Braunschweig und Goslar 1542 den bei den Protestanten verhaßten Heinrich angriffen, vermochte dieser der Übermacht keinen Widerstand entgegensetzen. Mit Hilfe süddeutscher katholischer Fürsten konnte Heinrich zwar ein neues Heer ausrüsten, mit dem er in sein, von der Hauptmacht der Gegner bereits verlassenes, Herzogtum zurückkehrte. Doch stand er einem immer noch 24000 Mann starken Heer entgegen. "Am 21. Octbr. 1545 kam es bei dem Kloster Höckelheim zum blutigen Zusammenstoß, in welchem Heinrich unterlag und sich mit seinem Sohne Karl Victor den Verbündeten übergeben mußte" (ADB) und in der Festung Ziegenhain gefangen gehalten wurde. "Jede Handlung (Heinrichs) wurde zur Verunglimpfung und zu entstellenden Uebertreibungen benutzt. Er besonders wurde die Zielscheibe des Hasses der Protestanten. Die Schriften Luthers, des Kurfürsten von Sachsen und des Landgrafen von Hessen haben sein Verfahren zu brandmarken versucht" (ADB). In diese Kathegorie gehört auch diese Schrift über die Gefangennahme Heinrichs des Jüngern von Braunschweig. Mit dem Briefwechsel zwischen Heinrich von Braunschweig und seinem "lieben Ohmen" Moritz von Sachsen.- VD16 S 828.

      [Bookseller: Hamburger Antiquariat Keip GmbH]
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