Henricus de Langenstein (de Hassia).
Secreta sacerdotum [.] Michaelem Lochmayr correcta in hanc forma redacta.
Augsburg, Johann Froschauer, 1498. 4°. 12 (das letzte weiß) nn. Bll., Mod. Pgmt. Erstmals um 1492 erschienene Erläuterung der Messe, mit Meßgebeten. - Der Verfasser Heinrich von Langenstein (eig. Heinbuche), geb. 1325 in Langenstein bei Marburg in Hessen (daher meist Heinrich von Hessen gen.), gest. 1397 in Wien, wirkte zunächst an der Universität Paris. Der Philosoph und Theologe betätigte sich auch als Mathematiker und Astronom; so verfaßte er u.a. Schriften gegen die Auswüchse der Astrologie. Nach kurzem Aufenthalt im Kloster Eberbach bei Mainz wurde er an die Universität Wien berufen. Hier wirkte er an der Einrichtung der theologischen Fakultät mit und war 1384 an der Ausarbeitung neuer Universitätsstatuten beteiligt. Langenstein wurde 1385 Vizekanzler, 1389 Dekan der theolog. Fakultät u. im Wintersemester 1393/94 Rektor der Universität (vgl. Czeike III, 682). - Nur ganz vereinzelt min. (stock-) fleckig. Einige Marginalien von alter Hand, sonst sehr schönes u. breitrandiges Exemplar. - GW 12252; Hain/Cop. 8386; BMC II, 396; Proctor 1830; BSB-Ink H 77; Polain 4415; Panzer I, 126, 164; nicht bei Goff, IGI, Oates, Pellechet u. Voullieme (Berlin).
[Bookseller: Antiquariat Wolfgang Friebes]
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