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CAESAR (, Gaius Julius)

Commentariorum ... elenchus. De bello Gallico Libri VIII. De bello civili Pompeiano libri III. De bello Alexandrino liber I. De bello Africano liber I. De bello Hispaniensi Liber I. Pictura totius Galliae, divsae in parteis treis, secundum C. Caesaris commentarios. Pictura Pontis in Rheno. Item Avarici, Alexiae, Vxelloduni, Massiliae. Ad haec, totius quoque Hispaniae. Nomina locorum, urbiumq(ue), & populorum Galliae, ut olim diceba(n)tur latine, & nu(n)c dicuntur Galliae, secundu(m) ordine alphabeti.

      Basel, Thomas Wolff 1528.. 8°. (16), 325, (3) Bll. Mit Druckermarke (letztes Bl. verso), 2 doppelblattgroßen Karten (Gallien, Spanien) und blattgroßen Illustrationen (alles in Holzschnitt); zahlreiche Holzschnitt-Initialen. Blindgeprägtes Schweinsleder des späten 16. Jahrhunderts aus der Werkstatt des Wittenberger Buchbinders Hans Blume mit zwei Plattenstempeln (gebräunt, etwas fleckig [VD mit größerem Fleck von eliminiertem Schriftzug], leicht berieben, Gelenke etwas bestoßen) mit handschriftl. Rückentitel; ohne Bindebänder. Zweite Basler Ausgabe im 16. Jh. (nach 1521); sehr selten (im VD 16 nur 1 - unvollständiges - Belegexemplar, im IA 5 weitere Exx.). Kein Exemplar im Jahrbuch der Auktionspreise seit 1950. Diese Ausgabe versammelt - wie viele des 15. und 16 Jahrhunderts - neben den beiden Caesariana De bello gallico und De bello civile weitere Schriften unter dem Namen des Heerführers und ersten Kaisers, die ihm aber abgesprochen werden. In der Antike kaum gelesen, beginnt Caesars literarischer Nachruhm im Mittelalter v.a. in Frankreich. Die sachliche Sprache, der Erzähler, der als römischer Kriegsteilnehmer figuriert (in De bello Gallico) und die Reduktion des Kriegführens auf technische Aspekte und Truppenführung haben lange den rhetorischen Charakter seiner Darstellung verdeckt (so war die Lektüre seiner Schriften in preußischen Kadettenanstalten im 19. Jahrhundert gängig). Der gut erhaltene Einband trägt auf dem Vorderdeckel eine Platte mit Karl V. und dem dreizeiligen Untertext "Carole Mortales dubitant Homo Sisnedeusve sunt Tua Sceptra Hominis sed Tua Fact.", auf dem Rückendeckel eine mit "HB" bezeichnete Platte mit dem Wappen des Römischen Reichs und der Unterschrift "Sacri Romani Imperii Insig.". Beide Platten weist Haebler Hans Blume aus Wittenberg zu (I, 42). Spiegel und Vorsätze erneuert. Die beiden Karten aus einem anderen Exemplar eingebunden (erkennbar an der Falzverstärkung, am differierenden Beschnitt und an der Bräunung). 1 Bl. mit großem, ein weiteres mit kleinerem Braunfleck, Titel verso mit großem handschr. Eintrag (auf das erste Textbl. recto etwas durchschlagend), Titel recto mit handschr. Besitzeintrag eines Kapuzinerklosters (datiert 1528!!), zahlreiche Unterstreichungen und Marginalien von alter Hand. IA 128.676; VD 16 C 32 (beide mit unvollständiger Kollation); Schweiger II, 41; nicht bei Adams und nicht in BL (Online-Kat)..

      [Bookseller: Antiquariat Büchel-Baur]
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