viaLibri
   Home   |    Search Manager    |    Libraries    |    Links    |    553 Years    |    More...    |    Login / Register

viaLibri
Resources for Bibliophiles

Recently found on viaLibri....

Crescenzi, Piero de'.

Von dem nutz der ding die in äckeren gebuwt werden. Vom nutz der buwleüt. Von natur, art, gebruch, und nutzbarkeit aller gewächss, früchten, thyereren und alles des der mensch geleben oder in, dienstlicher übung haben soll.

      (Strassburg), (Johannes Schott in Verleg Johann Knobloch & Paul Götz), 1518. 4°. Mit 1 ganzseitigen altkorierten Textholzschnitt (Vertreibung aus dem Paradies), 250 grossen, kolumnenbreiten Textholzschnitten, davon 238 im Altkolorit und diversen 7-zeiligen schwarzgrundigen Initialen. Titel in Rot und Schwarz. Zweispaltiger Druck. 6 unn. Bl., 169 römisch nummerierte Bl. (Leere Vorsätze an Einband gebunden). Flexibles Pergament des 16. Jhts., Vorderdeckel mit einfachem Rahmen in Blindprägung und der (wohl später hinzugeprägten) Datierung "Hulus 1602", Rücken mit durchgezogenen Bünden, ohne die vier Schliessbänder, roter Schnitt. Kaum zu findendes Exemplar im wunderbaren Altkolorit der deutschen Ausgabe der um 1305 geschriebenen ?Ruralia commoda" des Bologneser Rechtsgelehrten Piero de Crescenzi [latinisiert: Petrus de Crescentiis (1233-1321)], der sich 1299 auf sein Landgut zurückzog und sich fortan der Landwirtschaft widmete. ?Die Ausgabe von Schott gilt als die interessanteste, weil sie mehr den Kräuterbüchern entspricht und eine Reihe von Pflanzenbildern zeigt" (K. E. Heilmann). Unter allen landwirtschaftlichen Traktaten, die in lateinischer Sprache geschrieben worden sind, stellt dies das umfangreichste, in seiner Art im Mittelalter einzige Werk dar. In seiner kulturellen Bedeutung ist es allenfalls vergleichbar mit dem 1158 auf Arabisch erschienenen Kitâb al Falaha (Unterweisung für Bauern) des in Spanien lebenden Gelehrten Ibn Awwâm. ?Die Anfänge wissenschaftlicher Naturgeschichte und naturhistorischer Abbildungen im Abendland haben wir in dem merkwürdigen und bedeutenden Werke des Petrus de Crescentiis vor uns" (A. Tschirch). Das landwirtschaftliche Handbuch erörtert in zwölf Kapiteln die Wahl einer geeigneten Baustätte und den Aufbau des Landguts, die Lehre vom Anbau der Pflanzen, die auf den Einfluss der zeitgenössischen Naturlehre zurückzuführen ist, die Feldbestellung sowie Nennung der wichtigsten Feldpflanzen. Wein- und Obstbau behandeln Buch IV und V, die denn auch die grösste Popularität erfuhren. Das sechste Kapitel beschäftigt sich mit den Nutzgärten und mit der medizinischen Verwendung der darin angepflanzten Kräuter, die Erörterung der Wiesen- und Waldbewirtschaftung wird gefolgt von der Darstellung über die Lustgärten und die Haustiere, vor allem das Pferd. Im zehnten Buch erfährt man etwas von der Jagd mit Raubvögeln, mit Netzen oder Hunden sowie vom Fischen. Das didaktische elfte Kapitel sollte als Gedächtnishilfe dienen für die in den vorausgegangenen Kapiteln gebotene Materialfülle. Als abschliessendes Kapitel folgt der Monatskalender, mit Angaben zur Verteilung der betreffenden Arbeiten auf die einzelnen Monate. Bedeutsam sind die von Crescenzi behandelten Stoffe, wie die im zweiten Kapitel behandelte Lehre vom Anbau der Pflanzen, die auf den Einfluss der zeitgenössischen Naturlehre zurückzuführen sind. Nach den ersten noch nicht illustrierten Ausgaben erschien 1493 die von dem Bruder Franciscus, vermutlich ein in Speyer wirkender Mönch, übersetzte deutsche Ausgabe bei Peter Drach in Speyer, illustriert mit 296 Holzschnitten. Eine bereits im 14. Jahrhundert entstandene erste deutsche Übersetzung ist nur in Manuskriptform überliefert. Die Pflanzendarstellungen wurden vielfach nach den Holzstöcken der Herbarius-Ausgabe von Histius geschnitten, wobei es sich nicht um Spiegelbilder handelt, sondern um Abdrucke der Histschen Stöcke mit den alten Nummern über den Pflanzen, wie sie bei Hist angeordnet waren und die Schott übernahm. ?Es ist anzunehmen, dass Hist seine Druckstöcke nach Strassburg verkauft hatte. Die übrigen Bilder - Genrebilder aus der Landwirtschaft etc. - sind sehr gut und stammen aus einer Ausgabe von Peter Drach, Speyer. Man nimmt an dass die bekannten Hausbuchmeister sie angefertigt haben" (Heilmann). Die ersten drei Holzschnitte im Registerteil sowie die neun zwischen den S. 153 und 157 gedruckten Holzschntte blieben unkoloriert. Der ganzseitige kolorierte Holzschnitt mit der detaillreichen Darstellung der Vertreibung aus dem Paradies wird im Unterrand begleitet von

      [Bookseller: Biblion Antiquariat]
 1   Check current availability from:     ABEBooks


LINK TO THIS PAGE: www.vialibri.net/item_pg/1766801.htm
More matches from 1518: 1 2


      Search for Rare Books     Search Manager     Library Search     553 Years:   Links     Contact      Search Help     


Copyright © 2008 Hinck & Wall, Inc. / viaLibri™ All rights reserved.