(Mansfeld, Philipp von)
Warhafftiger gegrünter kegenbericht der Magdeburgischen Stadthalters und heimverordenten Rethe, wider Anthoni Schenitz, jüngst zu Wittemberg ausgangen Schandtbuch, wie sich die sachen mit Hansen Schenitz seines brudern Rechtfertigung zugetragen, Und wo mit er den galgen wol verdient hat, und im an seinem leib noch gute, inn dem kein unrecht geschehen sey.
Magdeburg, ohne Drucker 1538. 46 Bll. Flexibler Pergamentband. Bindebänder. 4to. Erste Ausgabe. Darstellung und Rechtfertigung der Position Albrecht von Brandenburgs in der sogenannten Schenitz-Affäre, verfaßt von Philipp von Mansfeld. Die Affäre um den Hallenser Kaufmann und kurfürstlichen Brandenburgischen Hoflieferanten Hans Schenitz (1499-1535) ist einer der frühesten in dieser Ausführlichkeit dokumentierten Fälle von Wirtschaftskriminalität: Hans Schenitz hatte seit 1521 Waren auf Kredit gekauft, um sie dann an das Haus Brandenburg weiterzuverkaufen. Schließlich wurde er wegen Unregelmäßigkeiten bei der Rückzahlung seiner Kredite und Veruntreuung der bezogenen Waren angeklagt und 1535 zum Tode durch Erhängen verurteilt. Die vorliegende Schrift bezieht sich auf die im selben Jahr erschienene Verteidigungsschrift seines Bruder Anton Schenitz. - Sauber und fleckenfrei. - VD 16, M 122. Vgl. Hohenemser 1952.
[Bookseller: Antiquariat Inlibris, Gilhofer Nfg. GmbH]
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