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EBERLIN v. GÜNZBURG, J.

Ain kurtzer gschrifftlicher bericht etlicher puncten halb Christlichs glauben, zugeschickt der hailg(e)n samlu(n)g außerwelten Cristen zu Ulm in schwaben dadurch sy gemanedt werden nit abston vom Evangeli, etlicher entpörung halb und eynträg so in vergangen sum(m)er der teufel zugericht hat, davon auß ursach nit deutlich hye gesagt wirt. O.O. u. Dr.

      (Augsburg, M. Ramminger) 1523 Kl.-4to. 12 Bl. Neue Br. (Ränder stockfleckig, wenige Marginalien von alter Hand). (WR 01-126) Einzige Ausgabe dieser Schrift Eberlins. Der ehemalige Ulmer Franziskaner war durch Luthers Sendbrief 'An den christlichen Adel deutscher Nation' gewonnen worden und gehörte für die Altgläubigen zu den bestgehassten Vertretern der Reformation. "Er könne wohl eine ganze Provinz verführen, sagte einer, so viel Eindruck mache er bei dem gemeinen Mann" (RE V, 123). Die Wurzel seines Erfolges lag in seiner geschlossenen Persönlichkeit, "gütig und gewaltig, wie neben Luther kaum ein anderer in jener reichen Zeit" (RGG/2/ II, 5). Die vorliegende Schrift spielt auf Eberlins Verstoßung aus dem Kloster und seine Vertreibung aus Ulm an. Sie will den dort bereits gewonnenen Anhängern die hauptsächlichen Unterscheidungslehren einschärfen, damit sie in seiner Abwesenheit nicht wieder verunsichert und schwankend werden.- Kuczynski 628; Knaake III, 312: "Sehr selten"; VD 16 E 133.

      [Bookseller: Hamburger Antiquariat Keip GmbH]
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