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Antoninus Florentinus (1389 - 1459)

Summa Theologicae.

      Venedig, Nicolaus Jenson, 1477. Band III, erster Teil. Imp.-8°; 29,5 cm hoch, 21,5 cm tief. 352 Bll. (a12, b-E10, F-H8, I6, K8). Moderner Einband aus einem handschriftlichen Antiphonar. Sehr guter Zustand. Eine sehr schöne Ausgabe des dritten Band der "Summa theologicae" des heiligen Antoninus (Antoninus Florentinus) von Florenz (1389-1459). Der Band enthält zwei kunstvoll gestaltete Schmuckinitialen. Auf goldgehöhtem Grund wurden die jeweiligen Buchstaben in einem leuchtenden Dunkelblau aufgetragen, wobei die Enden und Innenflächen mit floralen Ornamenten und Motiven in äußerst kontrastreichen Farben geschmückt wurden. Durch die Verwendung von sehr feinen Pinselstriche, wirken die Initialen besonders zart und eindrucksvoll. Die erste Initiale besticht dabei besonders durch ein reich über mehrere Zeilen ausuferndes Rankenwerk in Blau, Grün, Rot und Gold. Weiterhin enthält der Band mehrere einfarbige, handgemalte Initialen in Rot und Blau sowie durchgehende Rubrizierungen in denselben Farben. Der moderne Einband wurde unter Zuhilfenahme eines handschriftlichen Antiphonars aus hochwertigem Pergament hergestellt. [Zustand des Einbandes: 1- / Zustand des Papiers: 2+ / Sonstige Anmerkungen: Der Einband befindet sich in hervorragendem Zustand. Das Papier ist kaum nachgedunkelt und nur mit wenigen Marginalien in alter Hand. Blatt a6 fachkundig repariert mit minimalem Textverlust. Die Schmuckinitialen sind ebenfalls erstaunlich gut erhalten und erstrahlen frisch und stark. Es handelt sich um eine beeindruckende Inkunabelausgabe der "Summa theologicae". Vor allem in diesem Zustand ist sie nur noch äußerst selten zu finden.] Antoninus Pierozzi, später Antoninus Florentinus genannt, wurde 1389 geboren und trat mit bereits 16 Jahren in den Dominikanerorden ein. Er wirkte als Ordensmann in Cortona, Fiesole, Neapel und Rom. 1436 gründete er das berühmte Kloster San Marco in Florenz und wenig später die noch heute bestehende Gesellschaft "Buonomini di San Martino" ("guten Männer vom heiligen Martin"). Ab 1446 war er als Erzbischof von Florenz tätig. Antoninus wurde vor allem für seine Güte und Aufopferungsbereitschaft geschätzt. Insbesondere als Florenz in kurzer Periode zunächst von einer Pestepidemie, dann von einer Hungersnot und schließlich von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurde, wurde Antoninus als Wohltäter der Armen bekannt. 1523 sprach Papst Hadrian VI. Antoninus heilig. Er gilt als Patron im Unglück und bei Fieber. Die "Summa theologicae" gilt nicht nur als eine der wichtigsten Schriften zur Moraltheologie, sondern auch als zuverlässiges Dokument der Geschichte und Justiz des 15. Jahrhunderts. Bei der vorliegenden Inkunabel handelt es sich um den dritten Teil der vierbändigen Reihe, der in außerordentlich gutem Zustand erhalten ist. Es ist sehr selten eine so reich verzierte und komplette Ausgabe von Antoninus Florentinus Werk zu finden. Die goldgehöhten Initialen sind wunderbar erhalten und verleihem den Werk einen ganz besonderen Glanz. [Attributes: Hard Cover]

      [Bookseller: Bibliopegi GmbH]
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