Datus, Agostino.
Augustini Tdahi [!] scribae Senensis elegantiolae: noviter correctae: & in pristinum statum redactae. Libellus eiusdem de bovem verbis, contra vulgatam multorum opinionem. Eiusdem libellus flosculorum.
(Wien, Hieronymus Vietor & Johann Singriener), 18. Dezember 1510).. (100) SS. Marmorierter Pappband um 1900. 4to.. Seltene, offenbar frühe und sonst nicht nachgewiesene Druckvariante mit falsch geschriebenem Verfassernamen im Titel ("TDAHI" statt "DATHI"). Hübsch gedruckte Wiener Ausgabe der bekannten Stil- und Rhetorikfibel des Sieneser Humanisten Dati (1420-78); "ab 1471 in ganz Europa 'notissimae ac millies impressae'" (LMA III, 574). Bemerkenswert ist auch im 2. Teil der Einsatz von zwei hebräischen Lettern (Kof und Schin) im Druck, schreibt doch Mayer, es kämen in Singrieners "De Bello Turcis in ferendo" von 1544 "zum erstenmale in Wiener Drucken hebräische Typen vor" (I, 38) - eine Ehre, die demnach vielmehr dem vorliegenden Werk zukommt. - Nach Studien der Artes, Theologie und Jurisprudenz lehrte Dati Rhetorik und die Humanitates zuerst in Urbino (1442), dann - unter Verzicht auf einen Ruf von Papst Nikolaus V. - in Siena (1444), wo er 1455 Nachfolger seines Lehrers Francesco Filelfo wurde; zugleich war er ab 1457 Sekretär und Historiograph von Siena. Seine Schriften umfassen fast das gesamte Spektrum humanistischer Gelehrsamkeit. - Titel etwas wasserrandig. Durchgehend mit ausführlichen Humanistenmarginalien der Zeit (bei der Neubindung um 1900 teils minimal angeschnitten). Alter hs. Besitzvermerk am Titel. Die Initiale des 2. Teils mit hübschem Rahmenwerk verziert. - VD 16, D 279. BNHCat D 43. ÖNB 52.D.40. Nicht bei Denis oder Mayer.
[Bookseller: Antiquariat Inlibris, Gilhofer Nfg. GmbH]
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