SACHS, Hans (1494-1576).
Disputacion zwischen ainem Chorherrenn unnd Schüchmacher darin[n] das wort gottes vnd ein recht Cristlich wesen verfochtten wirtt.
[Augsburg, Ramminger], 1524.. Kl.-4to. Mit fast ganzseitigem Titelholzschnitt (Darstellung des Schuhmachers, Chorherrn und der Köchin). [12] Bl. (das letzte leer). Broschur.. Erster von vier im Jahr 1524 veröffentlichten Prosadialoge. Das in höchst lebendiger, volksnaher Sprache gehaltene Streitgespräch zwischen dem Schuhmacher (=Hans Sachs) und dem Chorherrn kreist um das Kernstück der Reformation, nämlich um die Auffassung von Gesetz und Evangelium. Verfasst wurde die Schrift noch unter dem Einfluss von Martin Luthers Hauptschrift von 1520: Von der Freiheit eines Christenmenschen. Erörterung findet darin auch das alleinige Recht des Papstes zur Bibelauslegung und zur Einberufung des Konzils, sowie die Herrschaft der geistlichen über die weltliche Herrschaft. Diese Flugschrift gehört zu den frühesten Beispielen der Literaturgattung des Dialogs. - Notiz von zeitgenössischer Hand im Unterrand des Titels. VD 16, S-216; Köhler 3992; 500 Jahr Hans Sachs (1994), S. 104, Nr. 9. The first of four dialogues on the Reformation published in 1524. Hans Sachs was a convinced but not uncritical Lutheran. In this dialogue the shoemaker (i.e. the author) especially defends, as being "Luther's idea," the doctrine that "good works are not done to gain heaven or from fear of hell". - Note by a contemporary hand in lower margin of title, slightly browned.
[Bookseller: Erasmushaus - Haus der Bücher AG]
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