Aesopus (Aesop):
Vita et Fabulae. (GW 00350, HC 327). Blatt aus der "Fabulae Aviani".
Basel, Jacob Wolff 1487 - 88. Type 9 (Nikolaus Kessler Type 9).. Einspaltiges, 44-zeiliges Original-Inkunabelblatt mit zwei 7-zeiligen Holzschnittinitialen (R u. S) und einem Holzschnitt (12,2 x 8,3 cm). Wasserzeichen, Reste von Papiermontagestreifen im Rand, mehrere kl. Wurmlöcher im Blatt, Blattgröße: 27,8 x 20 cm. Incunabula text woodcut leaf.. Der Drucker Jacob Wolff von Pforzheim wird seit 1481 in Basel erwähnt. Da er zuerst als Geschäftsgenosse und Buchhändler Amerbachs auftritt und anschließend als Lohndrucker für Adam von Speyer und Jacob von Kilchen tätig war, beginnt seine Druckertätigkeit lt. Gesamtkatalog der Wiegendrucke (GW) um 1487. Dieses Blatt aus dem Aesop ist somit seinem frühesten Druckwerk zuzurechnen. Wolff druckt seinen lateinischen Aesopus erstmals mit den neuen Holzschnitten, die Amerbach, wohl Besitzer der Holzschnitte, zum zweiten Mal, noch vor 1489 in seinem deutschen Aesop (GW 363) verwendet. Wolff nutzt die Holzschnitte zum dritten Male im Jahre 1501. Deutlich zeigt sich im Verlaufe der Zeit eine Abnutzung der Holzschnitteinfassungslinien. Der GW verzeichnet 50 Drucke Wolffs von denen nur dieser mit Holzschnitten illustriert ist. (Geldner 1968 I, 124 ff.; GW; F. Schanze: Wer druckte den deutschen Aesop? In: Gutenberg-Jahrbuch 1998, 105 ff.; Schramm)
[Bookseller: Versandantiquariat Christine Laist]
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