Horae Beatae Mariae Virginis.
Blatt aus einer lateinischen Handschrift auf Pergament.
Frankreich, um 1465 Blattgröße: 168 x 115 mm. Schriftraum: 92 x 60 mm. 21 Zeilen Text in brauner Bastarda. Das Blatt enthält die bedeutendste und rührendste Szene aus dem Marienleben, die zentrale Stelle der "Stunden der Seeligen Jungfrau Maria". Nachdem der Engel mit der Verkündigung zu Maria gekommen war, antwortet diese ("Dixit autem maria ad angelum:) "Quomodo fiet istud quoniam virum non cognosco. Et respondens angelus dixit ei Spiritus sanctus superveniet in te et virtus altissimi obumbrabit tibi. Ideoque et quod ex te nascetur sanctum vocabitur Filius Dei" ("Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über die kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden" (Lukas 1, 34). Der Text wird links (bzw. recto rechts) je von einer breiten (92 x 19 mm) Kastenbordüre flankiert mit fein stilisierten, je zweifarbigen Akanthusranken in Blau-Rot und Blau-Rosa, aus denen zarte Blumen hervorschießen. Jeweils in der Mitte steht auf einem Rasenstück ein hübsches kleines Fabelwesen mit Goldtupfern auf dem braunen Fell. Verso ein besonders amüsantes Monster auf zwei Krallenfüßen mit kurzem Schwanz, dessen Hals und Kopf wie ein Chamäleon in einen Türkiston changiert, während es breit und verschmitzt grinst. Ein sorgfältig gepinselter Goldgrund mit schwarzen Püntchen hinterfängt die Malereien kontrastgebend. Das hübsche Blatt auf sehr feinem Pergament, leicht wellig und nur ganz gelegentlich gering fleckig, ein winziger Einriß im recht breiten Rand. -:- Einzelblätter
[Bookseller: Antiquariat ABATON OHG]
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